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Prüfung durch zertifizierten Experten

Prüfungen
Wofür ist der Unternehmer verantwortlich, der Leitern und Tritte bereitstellen und benutzen will?

Bevor der Unternehmer eine Leiter oder einen Tritt als Arbeitsplatz oder als Zugang zu
hochgelegenen Arbeitsplätzen bereitstellen und benutzen will, muss er im Rahmen der
Gefährdungsbeurteilung ermitteln, ob nicht ein anderes Arbeitsmittel für diese Tätigkeit
sicherer ist.

Die Betriebssicherheitsverordnung fordert in Anhang 2, Abschnitt 5.1.4:

"Die Benutzung einer Leiter als hochgelegener Arbeitsplatz ist auf Umstände zu beschränken,
unter denen die Benutzung anderer, sichererer Arbeitsmittel wegen der
geringen Gefährdung und wegen der geringen Dauer der Benutzung oder der vorhandenen
baulichen Gegebenheiten, die der Arbeitgeber nicht ändern kann, nicht gerechtfertigt
ist."
Die wiederkehrende Prüfung auf sicheren Zustand sollte mindestens einmal jährlich von einem Sachkundigen
durchgeführt werden. Bei außergewöhnlichen Bedingungen, z. B. bei hohem Witterungseinfluss, sind die Prüffristen anzupassen.

Können als Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung Leitern und Tritte benutzt werden,
ergeben sich für den Unternehmer nach DGUV I 208-016 (früher: BGI 694) folgende Pflichten:

– Nur Leitern und Tritte zur Verfügung stellen oder selbst benutzen, die den
in Anhang 1 aufgeführten Regeln der Technik entsprechen und nach ihrer
Bauart für die jeweils auszuführende Arbeit geeignet sind (siehe Abschnitt 3).
Bei Leitern und Tritten, die das GS-Zeichen („Geprüfte Sicherheit“) tragen, hat
sich der Hersteller durch eine zugelassene Prüfstelle bestätigen lassen, dass
die anerkannten Regeln der Technik eingehalten sind.

– Sich über die Gefährdungen beim Umgang mit Leitern und Tritten informieren und
die Beschäftigten angemessen unterweisen (siehe Abschnitte 4 und 5)

– Sicherstellen, dass Leitern und Tritte wiederkehrend auf ihren ordnungsgemäßen
Zustand überprüft werden (siehe Abschnitt 6).

Nach welchen Kriterien sind Leitern und Tritte auszuwählen?

Bei der Auswahl hinsichtlich Bauart, Zubehör, Größe und Werkstoff von Leitern und
Tritten sind insbesondere folgende Kriterien zu berücksichtigen:
– Arbeitsaufgabe,
– Arbeitsweise auf Leitern (z.B. Übersteigeverbot von Stehleitern),
– ergonomische Bedingungen (z.B. Überkopfarbeiten, innerbetrieblicher Verkehr),
– Wahl der Leiterart (Sprossen- oder Stufenleiter) in Abhängigkeit von der
Benutzungsdauer,
– zulässige Traglast der Leitern und Tritte,
– Bodenbeschaffenheit (z.B. glatt, nachgiebig, uneben).
Zusätzliche Gefahren können ausgehen von:
– elektrischen Anlagen, Anlagen mit Explosionsgefahr,
– Rohrleitungen und Behältern,
– Schächten und Kanälen,
– maschinellen Anlagen und Einrichtungen (z.B. durch Aufstellung der Leiter in der
Nähe von beweglichen Anlageteilen),
– Kran- und Förderanlagen,
– Absturzkanten.
– Treppen an Gerüsten, wenn hiervon umfangreiche Arbeiten ausgeführt werden.

Unsere zertifizierten Fachleute kümmern sich um die regelmäßige Prüfung.

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